Katzenbesuch in der Schule

Von der Grundschule Flammersfeld wurde der Tierschutzverein Altenkirchen zum Thema “Katze” eingeladen, was bietet sich da mehr an, als ein lebendes Exemplar zum Studium mitzubringen?
Für eine Schulklasse bedarf es jedoch natürlich einer nervenstarken Katze, aber bei einem großen Bestand ist meist auch ein nervenstarkes Mädel dabei. Die bis dato namenlose “Fundkatze Flammersfeld” erschien mir abgebrüht genug, sich nicht vor so vielen Streichelhänden und aufgeregten Stimmen abschrecken zu lassen. Nach anfänglichem, geducktem Erkunden des Klassenraumes sondierte sie dann sehr interessiert ihr neues Revier. Die Kinder beobachteten aufmerksam die Bewegung der Ohren, das Zittern der Schnurrbarthaare, den schleichenden, lautlosen Gang, die wachen Augen, das Reiben und Schnurren, das Sprungvermögen, u.v.a.m. Tausend Fragen wurden gestellt, Leckerchen verteilt, geschmust und gestreichelt, Beobachtungen reflektiert, eigene Erlebnisse und Geschichten erzählt.

Die Kinder, allesamt sehr rücksichtsvoll und interessiert, hätten die Doppelstunde gerne noch ausgeweitet, aber leider war schon Schulschluss. Diese Kinder der 2. Klasse geben Hoffnung, dass dort eine Generation heranwächst, die alle Lebewesen achtet, nicht die Augen vor dem Leid anderer Kreaturen verschließt und beherzt gegen Grausamkeiten vorgeht.
Übrigens: Die Katze hat nun endlich einen Namen! Unter den vielen schönen Namensvorschlägen habe ich ISIS ausgesucht, ein würdevoller Name für eine kluge, coole Katze!

Ein Bericht von Beate Mohr